Die Deutsch-Lesegruppe wurde 2013 gegründet. Die Gruppe ist nicht besonders groß aber die Mitglieder sind ständig und begeistert. Ihre verschiedenen Erfahrungen und Interessen bestimmen die Vielfalt der Lektüren (ungefähr zehn Bücher pro Jahr): Werke in Prosa und in Versen, Romane und Biographien von klassischen und modernen Schriftstellern, Aktualität, Umwelt. Der Fokus liegt auf allen Autorinnen und Autoren aus der Bundesrepublik Deutschland, Österreich, der Schweiz und anderen ëuropäischen Ländern, die jedoch auf Deutsch schreiben. Besonders berücksichtigt werden die Schriftsteller der ehemaligen DDR, die einen Gesamtüberblick über die Geschichte Deutschlands im 20. Jahrhundert geben.
Unsere nächste Lektüre ist Homo Faber von Max Frisch (1957).
Ein pragmatischer und rationaler Ingenieur, ohne emotionale Bindungen, die ihn an einen Ort oder eine Familie fesseln würden, gleichgültig gegenüber allem, was sich nicht logisch erklären lässt, und unempfänglich für alles, was instinktiv, religiös oder humanistisch ist. Als wahrer Verfechter der technologischen Zivilisation weigert er sich hartnäckig, das zu sehen, was er nicht verstehen kann. Während einer Kreuzfahrt lernt Faber ein Mädchen kennen, mit dem er sich emotional verbindet. Als er in ihr die Tochter entdeckt, die er nie kennengelernt hat, ist es bereits zu spät.
Max Frisch (1911–1991) war ein bedeutender Schweizer Schriftsteller und Architekt, der mit Romanen wie Stiller und Homo faber sowie Theaterstücken (Andorra) weltbekannt wurde. Sein Werk thematisiert Identität, Verantwortung und Zeitkritik. Nach einer Karriere als Architekt gelang ihm 1954 der literarische Durchbruch. Er starb in Zürich.