Die Deutsch-Lesegruppe wurde 2013 gegründet. Die Gruppe ist nicht besonders groß aber die Mitglieder sind ständig und begeistert. Ihre verschiedenen Erfahrungen und Interessen bestimmen die Vielfalt der Lektüren (ungefähr zehn Bücher pro Jahr): Werke in Prosa und in Versen, Romane und Biographien von klassischen und modernen Schriftstellern, Aktualität, Umwelt. Der Fokus liegt auf allen Autorinnen und Autoren aus der Bundesrepublik Deutschland, Österreich, der Schweiz und anderen ëuropäischen Ländern, die jedoch auf Deutsch schreiben. Besonders berücksichtigt werden die Schriftsteller der ehemaligen DDR, die einen Gesamtüberblick über die Geschichte Deutschlands im 20. Jahrhundert geben.
Unsere nächste Lektüre ist Knulp von Hermann Hesse (1915).
Die drei Geschichten aus dem Leben des Landstreichers Knulp, einem Nachfahren von Eichendorffs "Taugenichts", zählen zu den reizvollsten Stücken der frühen Prosa Hermann Hesses. In der Folge seiner Werke gehören sie zum großen Zyklus seiner "Gerbersau"-Erzählungen, der uns das Leben in einer schwäbischen Kleinstadt um die Jahrhundertwende am Beispiel zahlreicher charakteristischer und größtenteils authentischer Einzelschicksale überliefert.
Hermann Hesse (1877–1962) wurde in Deutschland geboren und nahm später die Schweizer Staatsbürgerschaft an. Als westlicher Mensch, der tief von der Mystik des östlichen Denkens geprägt war, verfasste er zahlreiche Romane, Erzählungen und Essays, die eine lebendige spirituelle Kraft ausstrahlen und die Fantasie sowie die Treue vieler Lesergenerationen in ihren Bann gezogen haben. Im Jahr 1946 erhielt er für „Das Glasperlenspiel“ den Nobelpreis für Literatur.